Die metallharte Pizza

Eine Pizza ist mangelhaft, wenn sie ein Metallteil enthält. Da ein Fabrikationsfehler vorliegt, haftet der Inhaber des Pizzaservices nach den Grundsätzen der Produkthaftung. Er hat Schadenersatz und Schmerzensgeld zu zahlen.

So die Entscheidung des Amtsgerichts München in dem hier vorliegenden Fall, bei dem es um einen durch einen Biss in eine Pizza abgebrochenen Zahn geht. Ende September 2010 bestellte ein Münchner bei einem Pizzaservice eine Pizza Vegetaria und eine Pizza Curry Chicken für sich und seine Lebensgefährtin und holte diese anschließend ab. Da ihm seine Freundin mitteilte, dass sie etwas später heimkomme, aß er von den Pizzen jeweils die Hälfte und hob die anderen Hälften im Karton im Backofen auf.

Als seine Lebensgefährtin kam und in die vegetarische Pizza biss, knackte und knirschte es im Bereich der hinteren linken Backenzähne. In ihrem Mund fand sie ein Metallstück und einen Teil des Backenzahnes, der abgebrochen war. Als sie sich beim Pizzadienst beschwerte, holte ein Mitarbeiter das Metallstück ab. Die Kundin begab sich in zahnärztliche Behandlung und ließ sich den beschädigten Zahn mit einer Vollkeramikteilkrone überziehen. Von den Kosten bekam sie nur einen Teil von ihrer Versicherung ersetzt. Den Rest – 1127 Euro – verlangte sie vom Inhaber des Pizzaservices, genauso wie auch Schmerzensgeld. Das lehnte dieser ab. Er bestreite, dass sich in der Pizza ein Metallteil befunden habe. Derartiges sei noch nie vorgekommen. Vielleicht habe der Lebensgefährte der Geschädigten die Pizza verunreinigt. Außerdem treffe die Kundin ein Mitverschulden ...

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