Banking: Contingent Convertibles (CoCos)

Dr. Uwe Rautner, Rechtsanwalt und Partner bei Rautner Huber Rechtsanwälte OG in Wien, über die nächste Generation von Nachranganleihen für Banken.

Die bestehenden Eigenmittelvorschriften für Banken werden mit der Umsetzung des Reformpakets des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel III) auf EU-Ebene schrittweise ab dem 1. Jänner 2013 verschärft. Der Vorschlag der EU-Kommission soll die bestehenden Eigenkapitalrichtlinien durch eine Richtlinie und eine Verordnung (CRD IV-Paket; in der Folge gemeinsam „CRD IV“ genannt) ersetzen. Primäres Ziel dieses Reformvorhabens ist es, die neben dem quantitativen auch die qualitativen Anforderungen an das Kernkapital von Banken zu erhöhen. Nach den neuen Regeln setzt sich das Kernkapital einer Bank aus dem harten Kernkapital und dem zusätzlichen Kernkapital zusammensetzen: Während das harte Kernkapital grundsätzlich nur mehr aus Stammaktien und Gewinnrücklagen bestehen darf, da nur diese uneingeschränkt und sofort zur Verlustabdeckung zur Verfügung stehen, dürfen dem zusätzlichen Kernkapital hybride Kapitalformen hinzugerechnet werden, welche die erhöhten Anforderungen an die Verlusttragefähigkeit solcher Instrumente nach CRD IV erfüllen.

CRD IV sieht einen 14-Punkte-Kriterienkatalog vor, dem hybride Kapitalformen entsprechen müssen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass bei Eintreten eines Auslöseereignisses (Trigger Event) der Kapitalbetrag der Instrumente wertberichtigt oder diese in hartes Kernkapital umgewandelt werden müssen. Ein Auslöseereignis liegt nach CRD IV dann vor, wenn die harte Kernkapitalquote der Bank unter 5,125 % oder einen über 5,125 % liegenden Wert fällt, wenn dieser in den Bedingungen dieser Instrumente spezifiziert wurde ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK