Arroganz der Macht – AOK Nordwest drangsaliert Kleinbetriebe

© pauline / pixelio.de

Heute erreicht mich folgende Pressemitteilung aus dem Norden, die ich gerne weitergebe:

An den Früchten sollt ihr sie erkennen, so steht es schon in der Bibel. Nimmt man dieses Motto zum Maßstab, so zeigt der Umgang der AOK Nordwest, hervorgegangen aus der ehemaligen AOK Schleswig-Holstein und der AOK Westfalen-Lippe, mit den Betrieben der Orthopädie-Schuhtechnik, was von dem eigenen Anspruch, ein fairer Vertragspartner zu sein, zu halten ist. Nämlich nichts.

Sei es aus Ignoranz, sei es aus Überheblichkeit oder auch nur Unüberlegtheit, für die Betriebe der Orthopädie-Schuhtechnik sind die Folgen gleich negativ. Während es für den Goliath AOK, der in Schleswig-Holstein für etwa die Hälfte des Krankenkassenmarktes steht, um einen eher zu vernachlässigenden Bereich handelt, geht es für die orthopädie-schuhtechnischen Betriebe um die Existenz.

Aber der Reihe nach. Zunächst einmal muss man wissen, dass Betriebe nur dann Versicherte einer Krankenkasse beliefern können, wenn sie einen Vertrag mit dieser haben. Insofern war es schon Anlass kritischer Kontroversen, als die damalige AOK Schleswig-Holstein Ende 2009 einen Vertrag über orthopädische Schuhe mit einer Leistungserbringergruppe abschloss und dann Kraft ihrer Marktmacht versuchte, diesen der Masse der Betriebe aufzudrücken. Dabei schien es auch keine Rolle zu spielen, dass ein nicht unerheblicher Teil der vermeintlichen Vertragspartner gar nicht die handwerksrechtlichen Voraussetzungen erfülltUmso erfreulicher dann zunächst die Bereitschaft der AOK auf die Betriebe zuzugehen und mit der Landesinnung Nord für Orthopädie-Schuhtechnik erneut in Verhandlungen einzutreten. Diesen schienen dann mit großen Mühen und Geburtswehen zu einem positiven Abschluss zu kommen. Anfang April konnte dann eine Regelung gefunden werden, die jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Gremien stand ...

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