Kampf mit dem Gepäck, Striptease im Flieger und Pornos an Bord: Erbauliches von einer Dienstreise

Michael O`Leary, Foto: Janwikifoto

Ein lustiges Rätsel für unsere strafblog-Besucher: Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich irgendwo in einem europäischen Flughafen im Wartebereich vor dem Flugsteig und beobachten erwachsene Menschen, die sich bei Außentemperaturen von annähernd 30 Grad Celsius vor den Augen aller Mitreisenden drei Pullover über die zuvor schon übergestreiften 5 T-Shirts ziehen und auch 2 Jeanshosen übereinander tragen. Daneben sehen Sie ein verzweifeltes Paar, das den geöffneten Koffer auf den Boden auskippt, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und die schwierige Entscheidung zu treffen, auf welche Reiseutensilien am ehesten verzichtet werden kann. Ein gewichtiger junger Mann trampelt verzweifelt auf der mitgeführten Reisetasche herum, um diese auf eine Höhe von maximal 20 Zentimetern zu verschlanken, während eine Mutter mit zwei kleinen Kindern erregte Gespräche mit dem Personal der Airline führt, weil sie nicht einsehen will, dass ein einziger Zentimeter zu viel in der Höhe, Länge oder Breite ihres Handkoffers dazu führen soll, dass sie das Bordgepäck nicht mitnehmen darf oder einen absurden Aufpreis zahlen muss. Von welcher Airline rede ich? Richtig, die Rede ist von dem fröhlich-gelbblauen irischen Billigflieger Ryanair, der schon rein optisch an Guidos legendäres Spaßmobil erinnert und eine Liberalität der ganz besonderen Art ins europäische Reisegeschehen eingeführt hat.

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich hoch über den Wolken auf dem Weg von Palma nach Bremen in einer dieser lustigen blaugelben Maschinen mit den harten, nicht verstellbaren Sitzen und überlege, was die Menschen eigentlich dazu treibt, sich dem absurden Diktat des Ryanair-Chefs Michael O´Leary zu unterwerfen. Ich selbst habe eine Entschuldigung, weil ich mich aus beruflichen Gründen veranlasst sah, ganz kurzfristig zu fliegen, und leider passte kein anderer Flieger für den Rückflug zeitlich ins Konzept ...

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  • "Irland bezahlt uns dafür, Sex zu haben"

    welt.de - 8 Leser - Ryanair-Chef Michael O’Leary hält den Fiskalpakt für richtig, wünscht sich eine Diktatur in Irland, hält Politiker für Idioten und gibt zu, dass er meistens Quatsch erzählt.

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