Eisenhart…diskriminierende Anwälte. Unverbindliche Preisempfehlung: 12.000 €

Diesen Fall dürfte es eigentlich nicht geben: Da geht es um eine „große Bonner Kanzlei“, schreibt General-Anzeiger. Welche, darüber würde man als Anwalt natürlich nicht den Mantel des Schweigens hüllen (Krähe, Auge, Aushacken, mit Wonne…Sie wissen schon) – wenn man es nur wüsste.

Die Kollegen hatten eine Stellenanzeige geschaltet. Inhalt – nach dem Bericht in seinen wesentlichen Teilen rekonstruiert:

Suchen Rechtsanwalt (m/w) oder Volljuristen (m/w) zum Erwerb der Anwaltszulassung.

Ihre Qualifikation: Juristisch hervorragend.

Sie sind: Dynamisch, haben höchstens zwei Jahre Berufserfahrung.

Der Verfasser (m/w) der Stellenanzeige macht möglicherweise Baurecht oder etwas anderes Arbeitsrechtsfernes. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hat er/sie noch nicht gelesen, ebenso wenig seine Kollegin. Die, die in Bonn beim Arbeitsgericht war. Um die Kanzlei gegen einen – äh, älteren? – Kollegen zu vertreten, der die Stelle nicht bekommen hatte. Er ist 38 Jahre alt und meinte, er sei altersdiskriminiert, weil die Anzeige klar nur junge Berufsanfänger anspreche. Wodurch sich die in Sachen AGG uneinsichtige Prozessvertreterin (m/w) noch provoziert fühlte, weil sie auch schon 35 war/ist. So steht es im General-Anzeiger. 38.000 € Schadensersatz wollte er, na? Genau:

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