Schufa-Daten sollen um Informationen aus sozialen Netzwerken angereichert werden

Wer heute einen Mobilfunk- oder Kreditvertrag abschließen oder auf Ratenbasis einkaufen will, kommt um die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa genannt, nicht herum. Die wohl größte deutsche Auskunftei wird bei derartigen Geschäften häufig zurate gezogen, um die Kreditwürdigkeit des Käufers und das Zahlungsausfallrisiko zu bewerten. Diese Bewertung erfolgt aus ca. 479 Millionen Einzelinformationen, die über ca. 66 Millionen Bundesbürger gespeichert sind. Laut Recherchen von NDR Info und Welt Online arbeitet die Schufa gemeinsam mit der Universität Potsdam derzeit an einem Projekt, wie Daten aus sozialen Netzwerken (Facebook Google +, Twitter) und Geodatendiensten (Google Street View) herausgefiltert werden können. Mit diesen Daten sollen in einem zweiten Schritt die Schufadatensätze angereichert werden. Hierdurch soll es möglich werden, noch genauere Risikoanalyse zu erstellen.

Datenschutzrechtliche Bewertungen Da die Daten, die über eine Person in der Schufadatenbank gespeichert sind, enorme Auswirkungen für den Betroffenen haben können, regelt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in § 28a BDSG sehr differenziert, wie Auskunfteien personenbezogene Daten erlangen und verarbeiten dürfen. Bspw. dürfen Gläubiger ausstehende Forderungen nur unter sehr engen Voraussetzungen übermitteln, damit sichergestellt ist, dass keine unrichtigen Daten gespeichert werden.

Daneben dürfen Kreditinstitute vor der Begründung eines Darlehensvertrages bzw. eines Bürgschaftsvertrages Daten an Auskunfteien übermitteln.

Durch diese strengen Übermittlungsbefugnisse wird eine gewisse Qualität der Daten gewährleistet. Diese werden vom betroffenen Schuldner im Rahmen eines (sich anbahnenden) Vertragsschlusses zur Verfügung gestellt und betreffen ein konkretes Rechtsgeschäft.

Diese Qualität kann mit Daten aus sozialen Netzwerken nicht erreicht werden ...

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