Neues Forschungsprojekt der Schufa sorgt für Aufregung

Wie Spiegel Online berichtet, hegt die Schufa, Deutschlands größte Auskunftei, offenbar den Gedanken, soziale Netzwerke zur Datengewinnung zu nutzen. Die Idee dahinter: Die in sozialen Netzwerken veröffentlichten Informationen über Vorlieben und Freundeskreis könnten nützlich für die Prognose der Zahlungsmoral sein.

Dies ist jedenfalls Gegenstand eines Forschungsprojektes namens “SCHUFALab@HPI”, das die Schufa beim Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam (HPI) in Auftrag gegeben hat.

Heftige Kritik

Diese mutmaßlichen Pläne sorgten nicht nur bei Datenschützern für heftige Kritik. Die Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fordert vor diesem Hintergrund strengere Offenlegungspflichten:

Die Schufa und andere Auskunfteien sollten umfassend ihre Vorhaben, die Facebook-Daten zur Bonitätsprüfung zu benutzen, offenlegen. Welche Daten dazu führen, ob jemand als zahlungsfähig eingestuft wird, ist jetzt schon umstritten. Die Einstufung der sogenannten Zahlungsfähigkeit muss endlich vollständig nachvollziehbar werden.

Scoring, § 28b BDSG

Die Ministerin spielt hiermit auf die gesetzliche Vorschrift des § 28b BDSG an, die das so genannte Scoring regelt. Hierbei geht es um die Erhebung und Verwendung von Wahrscheinlichkeitswerten für ein bestimmtes zukünftiges Verhalten des Betroffenen, zu dem auch seine Zahlungsfähigkeit zählt. Zum Schutz des Betroffenen legt § 28 Nr ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK