“Do Not Track” auf dem Weg zum Industriestandard

Bereits seit Längerem wird nach gangbaren Ansätzen gesucht, um dem Nutzer eine einfache Möglichkeit zu bieten, eine websiteübergreifende Profilbildung zu verhindern. Bei diesem sogenannten Tracking wird der Nutzer mithilfe von Cookies und anderen Techniken über ein Angebot hinaus verfolgt. Dadurch soll ein möglichst präzises Profil erstellt werden, welches wiederum dazu genutzt wird, um “interessengerechte” Werbung einzublenden.

Bereits Anfang 2011 hat die gemeinnützige Mozilla Stiftung, die beispielsweise hinter dem Firefox Browser steht, damit begonnen die sogenannte “Do Not Track” (DNT) Technik voranzutreiben. Dieser Ansatz basiert darauf, dass der Nutzer in seinem Browser die “Do Not Track” (DNT) Funktion aktiviert. Dadurch wird beim Aufruf von Websites eine Header-Kennung gesendet, die Werbenetzwerken signalisiert, dass der Nutzer nicht verfolgt werden möchte. Eine Profilbildung findet dann nicht statt und der Nutzer erhält nur generische Werbung.

Ein solcher Ansatz steht und fällt natürlich mit einer breiten Unterstützung durch Browserhersteller, Websitebetreiber und Werbenetzwerke. Auf Browserseite gaben neben Mozilla (Firefox) auch Microsoft (Internet Explorer) und Apple (Safari) ihre Unterstützung innerhalb kürzester Zeit bekannt. Zögerlicher reagierte Opera, welches den Ansatz erst aufgriff, nachdem das W3C (World Wide Web Consortium) bekanntgab, “Do Not Track” zum Webstandard erheben zu wollen. Google, welches als Betreiber eines der größten Werbenetzwerke lange gegen den Ansatz opponierte, kündigte mittlerweile an, die Technik bis Ende 2012 im populären Chrome Browser unterstützen zu wollen ...

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