Big-Brother-Gewinner Sascha Sirtl muss auf Preisgeld Steuern zahlen

„Big-Brother“-Gewinner Sascha Sirtl muss sein 2005 erhaltenes Preisgeld von einer Million Euro versteuern. Bei dem Geld handelt es sich nicht um einen steuerfreien Wett- oder Spielgewinn, sondern um steuerpflichtige „sonstige Leistungen“, entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Mittwoch, 06.06.2012, veröffentlichten Urteil (AZ: IX R 6/10). Denn der Big-Brother-Kandidat habe mit der Teilnahme an der RTL-II-Containershow eine Leistung erbracht und dafür eine Gegenleistung erhalten. Dies sei einkommenssteuerpflichtig.

Der heute 34-jährige Sirtl muss damit einen großen Teil seines sogenannten „Projektgewinns“ an das Finanzamt abführen. Im Februar 2004 hatte Sirtl, der zuvor als Model tätig war, mit den Big-Brother-Machern einen 26-seitigen Vertrag über die Teilnahme an der Container-Show abgeschlossen. Der Vertrag sah vor, dass die Kandidaten ununterbrochen von Kameras beobachtet und von Mikrofonen abgehört werden. Das Big-Brother-Haus war dabei von der Außenwelt abgeriegelt.

Eine Privatsphäre gab es nicht. Lediglich eine kamerafreie Stunde gab es am Tag. Die Aufnahmen wurden im Fernsehen oder im Internet übertragen. Die insgesamt 61 Kandidaten wurden in drei Gruppen aufgeteilt: das „Reichen“-Team, das „Normale“-Team und das „Survivor“-Team. Die einzelnen Gruppen mussten dabei in Wettbewerben gegeneinander antreten. Die Zuschauer konnten regelmäßig per Telefon oder SMS einzelne Kandidaten aus der Show herauswählen ...

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