Anklage fordert lebenslange Freiheitsstrafe

Vor dem Landgericht Potsdam muss sich ein Mann wegen Mordes an seinen beiden Kindern verantworten. Laut Anklage soll der Mann im August 2011 seine beiden Töchter im Alter von neun und zehn Jahren im Auto verbrannt haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte nun eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Dabei geht sie von gleich drei Mordmerkmalen, nämlich Heimtücke, niedrigen Beweggründen und Grausamkeit aus. Zudem soll die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden.

Im Prozess sagte der Angeklagte aus, er habe versucht, sich selbst umzubringen. Motiv sei dabei die Wut auf seine glücklich lebende Ex-Frau und Mutter der Mädchen gewesen. Aus diesem Grund forderte die Strafverteidigung eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren wegen Totschlags.

Die Mutter der getöteten Kinder tritt im Prozess als Nebenklägerin aus. Die Nebenklagevertretung forderte ebenfalls eine lebenslange Freiheitsstrafe. Dem Angeklagten wurde von einem Sachverständigen volle Schuldfähigkeit attestiert. Das Urteil soll noch Ende Mai fallen.

( Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten online vom 22.05.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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