Unfall zwischen Wohnwagen und Zugwagen – Vollkasko zahlt nicht für Schaden am Wohnwagen

Das Landgericht Karlsruhe (LG) hat mit Urteil vom 07.12.2011 (Az: 1 S 88/11) über einen Fall in einem Berufungsverfahren entschieden, bei dem ein Wohnwagen auf das Zugfahrzeug aufgerollt ist. Der Kläger ist der Halter eines Wohnwagens, den er gemeinsam mit Dritten aus dem Winterquartier abgeholt hat. Dazu wurde der Wohnwagen an den Pkw des Dritten angehängt. Während der Fahrt löste sich die komplette Anhängerkupplung vom Fahrzeug, was dazu führte, dass beim nächsten Bremsmanöver der Wohnwagen auf den Pkw aufrollte. Der Wohnwagen, der bei der beklagten Versicherung vollkaskoversichert war, wurde dabei erheblich beschädigt. Der Kläger verlangt von der Versicherung nun Ersatz der ihm bei dem Unfall entstandenen Schäden. Das LG wies dies zurück. Es bestehe kein Anspruch auf Versicherungsleistungen, weil es hier zu einem Schaden zwischen ziehendem und gezogenem Fahrzeug ohne Einwirkung von außen gekommen ist und damit kein Unfall im Sinne der AKB (Regelung unter A. 2. 3. 2. der AKB) vorliege. Daran ändere auch nichts der Umstand, dass der Kläger meint, die Regelung unter A. 2. 3. 2. AKB setze voraus, dass das Zugfahrzeug bei der Beklagten vollkaskoversichert sei, denn Sinn und Zweck dieser Regelung sei es, Schäden an vollkaskoversicherten Zugfahrzeugen von der Regulierung auszunehmen, nicht jedoch Schäden bei Schleppvorgängen eines vollkaskoversicherten Anhängers ...

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