Marcus J. - die 2.

Der Fall Marcus J. und seine medienwirksame Verhaftung wurden ja wirklich munter diskutiert - auch beim Kollegen Vetter. War er’s, war er’s nicht, traut man es ihm zu oder nicht, war da nicht schon einmal etwas etc. pp. So verständlich solche Spekulationen auch sein mögen, die „Wahrheit" wird man allenfalls später erfahren - vielleicht auch nie. So oder so bleiben Fragen:

Die letzte Tat soll sich 2006 ereignet haben. Wie bitte will man sechs (!) Jahre später eine so dringende Wiederholungsgefahr begründen, dass man deshalb (!) einen Haftbefehl erlässt und sofort vollstreckt?

Und insbesondere: Wie kann es angehen, dass die bevorstehende Verhaftung so durchsickert, dass sofort Medien zur Stelle sind und das ganze Spektakel auch noch live und in Farbe bei YouTube besichtigt werden kann?

Egal wie die Sache ausgeht: Wetten, dass die offensichtlich im Justizapparat ansässigen „Whistleblower" für ihre unangebrachte Geschwätzigkeit keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben? Oder durften die das vielleicht sogar? Hm, da gibt es doch noch die Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren, kurz RiStBV:

Einführung Die Richtlinien sind vornehmlich für den Staatsanwalt bestimmt. Einige Hinweise wenden sich aber auch an den Richter. ... Die Richtlinien können wegen der Mannigfaltigkeit des Lebens nur Anleitung für den Regelfall geben. Der Staatsanwalt hat daher in jeder Strafsache selbständig und verantwortungsbewusst zu prüfen, welche Maßnahmen geboten sind. Er kann wegen der Besonderheit des Einzelfalles von den Richtlinien abweichen.

Nicht wirklich präzise, oder? Und Polizeibeamte sind hier gar nicht angesprochen. Aber immerhin haben wir da noch die Nr ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK