Krankenkasse muss hörbehinderten Kindern Gebärdensprach-Software bezahlen

Sind hörbehinderte Kinder für ihre Verständigung auf das Erlernen der Gebärdensprache angewiesen, muss die Krankenkasse für die Kosten eines entsprechenden Computer-Sprachlernprogramms aufkommen. Denn solch eine Software zum Lernen der Gebärdensprache stellt ein Hilfsmittel dar, welches dem „mittelbaren Behinderungsausgleich“ dient, entschied das Sozialgericht Oldenburg in einem aktuell veröffentlichten Gerichtsbeschluss vom 31.05.2012 (AZ: S 61 KR 244/11).

Im entschiedenen Rechtsstreit wollte die Mutter eines im Jahr 2009 geborenen, hochgradig schwerhörigen Kindes sich die Kosten für das Gebärdensprachlernprogramm „Tommys Gebärdenwelt“ 1, 2 und 3 in Höhe von 152,20 € erstattet haben.

Ihre Tochter sei nahezu taub. Sie verfüge zwar über eine Innenohrprothese, ein sogenanntes Cochlea-Implantat (CI), mit dem es Sprache und Geräusche leise hören könne. Doch beim Schlafen, Baden, Haarewaschen, Schwimmen oder auch bei manchen Sportübungen könne sie das CI nicht tragen. Sie solle daher zusätzlich die Gebärdensprache erlernen, damit sie sich auch in diesen Situationen verständigen kann ...

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