Spuren in der Welt – Referendariat oder Studieren im Ausland –

Referendariat – das bedeutet zwei Nachrichten. Die schlechte zuerst: nochmal zwei Jahre lernen. Und jetzt die gute: trotzdem(!) bezahlt werden! Aber das Beste: zwei Jahre Zeit haben, um super-interessante Berufe kennenzulernen! Berufe, mit denen man später kaum mehr zu tun haben wird! Knast, Polizei, Staatsanwaltschaft, Ministerien, Forstamt^^, Global Players und viele, viele mehr!

Doch halt: Wenn wir schon auf dieser kleinen Abenteuersuche sind, warum dann eigentlich zu Hause bleiben? Dann doch gleich richtig neue Einblicke und ab ins Ausland, oder?!

In Berlin hat man als Referendar nicht nur einmal die großartige Chance ins Ausland zu gehen! Die erste Möglichkeit bietet sich in der Verwaltungsstation. Als nächstes kommt die Anwaltsstation, die man ebenfalls zeitweise im Ausland verbringen darf! Und Anwälte gibt es in vieler Herren Länder ! In der Wahlstation schließlich ist man sogar noch nicht einmal mehr auf Anwälte und Behörden beschränkt! Und als Student? Da gibt es die wunderbaren Angebote im Programm Erasmus, Partneruniversitäten, den Schwerpunkt im Ausland(!) – und vieles mehr!

Ich habe mich in der Anwaltsstation für Perú entschieden. Zuerst war es mein Ziel, bei einem peruanischen Strafverteidiger zu arbeiten, weil ich mich erinnerte: „Show me your prisons and I will tell you which society you are living in“ (Winston Churchill). Doch außer einem deutschen Anwalt im Urlaub meldete sich keiner der 5 Angemailten zurück. Erste Lektion: Früh mit den Bewerbungstelefonaten und E-Mails beginnen! Auf Empfehlung des deutschen Anwaltes wandte ich mich dann in einem neuen Versuch an eine große Wirtschaftskanzlei in Lima, die sehr viele ausländische Unternehmen berät. Wenn ich das Land schon nicht in seinem Umgang mit den Schwachen – etwa den Strafgefangenen – kennenlerne, dann doch wenigstens aus der Sicht der Starken, der Konzerne, der ausländischen Investoren, sagte ich mir ...

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