Wer zahlt für “Fangewalt”?

Die Diskussion zieht sich seit Wochen wie Kaugummi. Mir ist nicht recht klar, warum sie überhaupt regelmäßiger Gegenstand von plumpen Talkshows mit leider meist recht plumpen Gästen ist. Denn die allermeisten derjenigen, die nicht nur zu WM- und EM-Zeiten Fußball nur im Fernsehen gucken, können keinen Zugang der sogenannten Gewalt rund um ein Fußballspiel erkennen. Einerseits verwechseln die Fernseh-Diskutanten Gewalt gerne mit Pyrotechnik. Zu letzterem gibt es mehrere Meinungen – meine ist, dass ich Bengalos nicht besonders schätze. Aber das mag man unter Gefahren- und atmosphärischen Gesichtspunkten gerne diskutieren. Ich würde sie jedenfalls nicht vermissen. Unter “Gewalt beim Fußball” verstehe ich jedoch etwas anderes, nämlich etwaige Übergriffe und Schlägereien rund um und abseits des Stadions. Die sogenannten “Platzstürme”, die scheinbar die neben der Pyrodiskussion Grundlage für Talkshows bilden, kann man zum einen saisonübergreifend an einer Hand abzählen und sind in einer Gewaltdebatte daher vernachlässigbar (wenngleich auch von Fernsehmachern gerne wieder und wieder ausgestrahlt – Voyeurismus?) oder aber haben wie in Düsseldorf nichts mit Gewalt zu tun.

Gewalt ist wie gesagt etwas anderes. Davon gibt es auch beim Fußball genug. Wie bei anderen Großereignissen auch ...

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