Rezension Zivilrecht: Grenzüberschreitende Zwangsvollstreckung

Riedel, Grenzüberschreitende Zwangsvollstreckung, 2. Auflage, RWS 2012 Von RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Die Vollstreckung des erlangten Titels aus dem Erkenntnisverfahren muss ein Anwalt als Schlusspunkt bewirken, um dem Mandant zu seinem Recht zu verhelfen. Schon die Vollstreckung im Inland kann dabei zahlreiche Fallstricke und Schwierigkeiten aufweisen, noch komplexer wird es, wenn ein Auslandsbezug vorhanden ist. Das angenehm kurze Lehrbuch von Riedel, der insbesondere Insolvenzrechtlern ein fester Begriff als Autor ist, fasst auf unter 200 Seiten die wesentlichen Rechtsprobleme grenzüberschreitender Zwangsvollstreckung zusammen. Die Gestaltung des Werks ist ein wenig atypisch, denn die Rechtsprechungsnachweise sind als hervorgehobener Einschub im Fließtext enthalten. Das ist aber in diesem Fall ein echter Pluspunkt, denn die ohnehin nicht zahlreich vorhandene Judikatur fällt für das konkrete Mandat sofort ins Auge. Ergänzt wird der Fließtext zudem durch tabellarische Übersichten und Aufzählungen. Vereinzelte Beispiele, Randziffern und Hervorhebungen durch Fettdruck leiten den Leser effektiv. Teil 1 des Werks widmet sich zunächst der Anerkennung und Vollstreckbarerklärung von Titeln. Nach einer kurzen Begriffsbestimmung werden als erstes die verschiedenen europäischen Verordnungen sowie anschließend völkerrechtliche Abkommen beleuchtet. Zur Sprache kommen etwa die EuGVVO, die EG-Zustellungsverordnung, der europäische Vollstreckungstitel, das europäische Mahnverfahren, die EuGVÜ sowie diverse multi- und bilaterale Spezialabkommen, etwa das UN-Schiedsübereinkommen, Haager Übereinkommen über Unterhaltsentscheidungen und viele Staatsverträge. Lesenswert ist meiner Ansicht nach u.a. das Unterkapitel zum Vergleich als europäischem Vollstreckungstitel (Rn. 105 ff.). Nach diesem Ausblick über die Rechtsgrundlagen werden die Verfahrensvorschriften näher beleuchtet ...Zum vollständigen Artikel


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