“Irgendwelche Nerds, die keine Ahnung von Politik haben” werden konkret

Viele trauen den Piraten politisch nicht viel zu und sind der Ansicht, dass die neue Partei mehr aus Protest als aus Vertrauen in ihre politische Kompetenz gewählt wurde. Ich persönlich habe zu den Seeräubern auch ein zwiespältiges Verhältnis. Viele gute Ansätze, aber es zum Regieren bzw. Mitregieren ausreicht, wage ich derzeit noch zu bezweifeln. Nun sind die Piraten etwas konkreter geworden, was eine Modernisierung des Urheberrechts angeht. Mit einem zehn-Punkte-Katalog zur Neugestaltung des Urheberrechtes hat die Piratenpartei nun konkrete Vorschläge zu dessen Modernisierung und Liberalisierung gemacht.

Gegen Abzocke durch Rechteverwerter

Ausgebremst werden sollen mit einem neuen Urheberrecht nach Vorstellung der Piraten offensichtlich vor allem die Rechteverwerter, die sich nach Ansicht der Partei mehr oder weniger auf Kosten sowohl der Urheber als auch der Konsumenten bereichern. Die Rechte der beiden Letzteren hingegen sollen gestärkt und vor allem auch der Bildungssektor von unverschämten Kosten für die Nutzung von Medien entlastet werden: Sämtliche Abgaben für Mediennutzung, die über die Anschaffungskosten hinausgehen, sollen für öffentliche Bildungseinrichtungen entfallen. Ebenfalls der Bildung zugutekommt die Forderung, dass Bibliotheken ihren Bestand digitalisieren dürfen sollen, um dessen Verfügbarkeit zu Bildungszwecken zu gewährleisten.

Unter anderem befasst sich der vorgelegte Katalog auch mit dem Abmahn(un)wesen: Die derzeitige Praxis der Abmahnung von Privatpersonen müsse beendet und die Störerhaftung für offene WLANs abgeschafft werden ...

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