Der teure Anwalt oder wessen Sicht ist maßgebend?

Das ist doch mal eine ganz interessante Diskussion über den Wert der Anwaltstätigkeit, der sich hier auftut: Auf der einen Seite Rechtsanwältin Simone Weber in ihrem Blog “Rechtsanwalt München” unter dem Titel: “Mein Anwalt ist zu teuer und sein Geld nicht wert ….” Gedanken über den Wert der Anwaltstätigkeit aus der Sicht des Einkommens (und natürlich der Kostendeckung) des Anwalts macht. Dem setzt nun Gian-Reto Schultheiss in seinem Blog “The Business of Law” seinen Beitrag “Anwälte sind zu teuer und ihr Geld nicht wert!” die Sicht des Kunden gegenüber, für den andere Maßstäbe gelten, als die Höhe der Kosten des Anwalts und dessen Einkommen.

Ich denke, dass die Anwälte (zumindest hier in Deutschland) durchaus ihren Beruf nicht “wie zu Zeiten Wilhelm Buschs” ausüben, wie Schultheiss meint. Klar ist aber auch, dass man sich mit der reinen Betrachtung nach Kosten und Gewinnerwartung des Anwalts sich leicht aus dem Markt kalkulieren kann.

Erschwert wird die Diskussion hierzulande noch dadurch, dass im Bereich der gerichtlichen Tätigkeit die Vergütung ohnehin durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zumindest als Untergrenze vorgegeben ist. Und das RVG hat mit seiner streitwertorientierten Berechnungsweise nun mit betriebswirtschaftlichen oder marketingorientierten Überlegungen rein gar nichts zu tun. Daraus folgt auch, dass es angesichts der Konkurrenz auf dem Markt es schwierig ist, für niedrigere Streitwerte eine angemessene Vergütungsvereinbarung herbeizuführen ...

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