Versuch den Vaterschaftstest zu umgehen: Missbrauch von Ausweispapieren

Alles begann vor dem Familiengericht: Ein 25-jähriger Mann wurde vom Gericht zum Vaterschaftstest geschickt. Er sollte eine Speichelprobe abgeben. Um ein positives Ergebnis zu umgehen, soll der Mann einen Freund zur Speichelprobe geschickt haben, so die Staatsanwaltschaft. Dieser Freund legte beim Arzt einfach den Ausweis des geladenen mutmaßlichen Vater vor. Konsequenz: Das Ergebnis war negativ. Allerdings flog der Schwindel auf und der (mittlerweile erwiesen) richtige Vater sowie sein Freund mussten sich wegen Missbrauchs von Ausweispapieren vor dem Amtsgericht verantworten. Im Prozess konnte dem richtigen Vater nicht nachgewiesen werden, dass er von dem Dienst seines Freundes wusste, sodass er freigesprochen wurde. Der Freund des Vaters allerdings wurde zu einer Geldstrafe von insgesamt 200 Euro verurteilt.

( Quelle: Express online vom 12.05.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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