Damit der NEP nicht zum NEPP wird

(c) BBH

Die Abkürzung NEP ist vielleicht etwas unglücklich gewählt. Denn: Um Lug und Trug geht es hier nicht. Aber harmlos ist das, was sich dahinter verbirgt, beileibe nicht – ganz im Gegenteil: Der Netzentwicklungsplan Gas hat es in sich.

Es ist keine Übertreibung: Der NEP Gas 2012 wird der Masterplan für den Ausbau und die Entwicklung der deutschen Gasnetze. Was im NEP Gas 2012 drin steht zu netztechnischen Maßnahmen, zum bedarfsgerechten Ausbau des Fernleitungsnetzes oder zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit – danach orientieren sich in Deutschland künftig die Investitionen in Gasnetze.

Betreffen die Planungen nur die Fernleitungsebene?

Mittelbar betroffen ist die gesamte Gaswirtschaft und somit auch die Verteilernetzbetreiber (VNB) und lokale Anschlussnehmer, also solche Unternehmen, die lokale und regionale Speicher, Erzeugungsanlagen, Blockheizkraftwerke (BHKW) etc. betreiben. Die korrekte Planung und Durchführung des Netzausbaus wirkt sich unmittelbar auf die interne Bestellkapazität und die Anschlusskapazität aus. Läuft hier etwas schief, steht die gesamte lokale Versorgungssicherheit auf dem Spiel. Kapazitätsengpässe drohen, und zwar nicht nur bei extremen Kälteperioden wie im vergangenen Februar, sondern auch im „Normalbetrieb“, wie sich bereits jetzt zeigt: Interne Bestellkapazitäten zwischen Netzbetreibern werden teilweise nur noch auf unterbrechbarer Basis zugesagt. Gleiches gilt auch für die Kapazitäten von Speichern, Kraftwerken und Industriekunden. Wenn dem notwendigen Netzausbau also falsche Planungen zugrunde gelegt werden und der erforderliche Ausbau stockt, trifft es am Ende alle ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK