2 Wochen Jurgendarrest nach Lynch-Aufruf bei Facebook

Wie das Handelsblatt berichtet, ist der junge Mann, der auf Facebook zum Lynchmord eines Tatverdächtigen im Mordfall “Lena” aufgerufen hatte, zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt worden.

Nachdem bekannt geworden war, dass die Polizei einen Tatverdächtigen verhaftet hatte und diesen gerade auf der Wache verhört, hatte der 18-jährige auf seiner Pinnwand im sozialen Netzwerk Facebook gepostet: „Aufstand! Alle zu den Bullen. Da stürmen wir. Lass uns das Schwein tothauen.“

Milde Strafe

Am Mittwoch sagte der 18-Jährige Angeklagte: „Ich habe Bockmist gebaut, es tut mir sehr leid.“ Richter Günther Bergholz sagte nach dem Urteil im Jugendschöffengericht Emden: „Wir wollen kein Exempel statuieren, sondern Sie sollen einen Warnschuss vor den Bug bekommen. So was darf nicht wieder vorkommen.“

Täter hatte sich beim Opfer entschuldigt

Dem Täter wurde vom Gericht zugute gehalten, dass sie sich bei seinem Opfer entschuldigt und ihm sogar ein Geschenk gemacht hatte. Richter Bergholz kritisierte abschließend, dass Jugendliche leider sehr sorglos mit sozialen Netzwerke umgingen, der verurteilte 18-jährige aber sicher nicht der einzige sei, der Dinge verbreite, die nicht verbreitet werden dürfen. Es sei aber jedenfalls unakzeptabel, das Recht im Wege einer “Lynchjustiz” selbst in die Hand zu nehmen ...

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