Wenn ein Anwalt lieber anonym bleibt

Mandanten gehen in der Regel nicht nur zum Anwalt, weil sie sich dort beraten lassen, sondern auch, weil sie von diesem nach außen hin vertreten werden wollen. Neben der bloßen Beratung kann es nämlich natürlich auch ratsam sein, den Anwalt aufgrund seiner praktischen Erfahrung und seines (guten oder jedenfalls sonstwie eindrucksvollen) Rufs eventuell notwendige Schreiben und Schriftsätze auch formulieren und unterschreiben zu lassen.

Jede Regel hat aber bekanntlich auch ihre Ausnahme:

Gegner antwortete persönlich

Nachdem wir für unseren Mandanten einen Unterlassungsanspruch gegenüber einem Konkurrenten geltend gemacht hatten, erhielten wir Antwort vom Gegner persönlich. Er wolle sich mit unserer Mandantschaft einigen und sei bereit, die geltend gemachten Ansprüche zu erfüllen und auch die geforderte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Allerdings bitte er sich eine Aufbrauchfrist von einem Monat aus. Daher habe sein (namentlich nicht genannter) Anwalt einige Änderungen in der vorformulierten Erklärung vorgenommen. Er bitte um Prüfung, ob diese Änderungen so in Ordnung seien.

Dafür, dem Gegner gar nicht mitzuteilen, dass man anwaltlich vertreten ist, kann es gute Gründe geben ...

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