Intersexualität im Bundestag

Das Thema “Intersexualität” beschäftigt den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Montag, 25. Juni 2012, in einer öffentlichen Anhörung mit sechs Sachverständigen unter Vorsitz von Sibylle Laurischk (FDP)

Dem Ausschuss liegen ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (17/5528) und eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates (17/9088) vor. Im einzelnen:

Der Ethikrat empfiehlt unter anderem, dass bei Personen, deren Geschlecht nicht eindeutig feststellbar ist, neben der Eintragung als “weiblich” oder “männlich” auch “anderes” gewählt werden kann. Menschen mit dem Geschlechtseintrag “anderes” sollte die eingetragene Lebenspartnerschaft ermöglicht werden. Nach geltendem Recht ist eine Ehe nur zwischen Mann und Frau und eine eingetragene Partnerschaft nur zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern möglich. Für die rechtliche Gleichstellung intersexueller Menschen treten Bündnis 90/Die Grünen ein (17/5528). Danach sollte das Geschlecht intersexueller Menschen in der Geburtsurkunde eingetragen werden können. In offiziellen Statistiken sollte bei der Angabe zum Geschlecht nicht nur nach Mann und Frau unterschieden werden können. Auch sollte das prophylaktische Entfernen und die Veränderung von Genitalorganen bei intersexuellen Kindern künftig unterbunden werden.

Thema des Ausschusses ist (siehe Fragenkatalog HIER) u.a., welche Definition von Intersexualität die Sachverständigen für sinnvoll halten, um rechtliche Rahmenbedingungen neu zu gestalten ...

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