BVerwG zur gerichtlichen Kontrolle von Prüfungsbewertungen

In einer kürzlich ergangenen Entscheidung hat das BVerwG geurteilt (Urteil vom 23.05.2012 – 6 C 8.11), dass auch einzelne Prüfungsleistungen der vollen gerichtlichen Überprüfung unterliegen, wenn der klagende Prüfungsteilnehmer sie bei der Anfechtung des Prüfungsbescheid mit in seine Klage einbezieht. Dies gilt auch dann, wenn der Rüge gegen diese Prüfungsbewertung in einem früheren Widerspruchsbescheid anders als Rügen gegen die Bewertung anderer Prüfungsleistungen nicht entsprochen wurde.

Zum Sachverhalt heisst es in der Pressemitteilung:

Die Klägerin bestand die erste juristische Staatsprüfung nicht und legte daraufhin Widerspruch gegen die Bewertungen ihrer Hausarbeit und verschiedener ihrer Aufsichtsarbeiten ein. Dem gab das beklagte Prüfungsamt nur im Hinblick auf die Hausarbeit statt. Nach erneuter Anfertigung einer Hausarbeit erhob die Klägerin Klage gegen den abschließenden Prüfungsbescheid, mit der sie sich sowohl gegen die Bewertung der neuerlich angefertigten Hausarbeit als auch die Bewertungen ihrer Aufsichtsarbeiten wandte. Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main wies ihre Klage ab. Ihre hiergegen gerichtete Berufung wies der Verwaltungsgerichtshof Kassel zurück. Sowohl das Verwaltungsgericht als auch der Verwaltungsgerichtshof lehnten es hierbei ab, die Bewertungen der Aufsichtsarbeiten zu überprüfen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK