NSU: Bundesanwaltschaft ordnet Freilassung von zwei weiteren Verdächtigen an

Die Entscheidung des 3. Strafsenats des BGH zu Holger G. (Pressemeldung hier, Beschluss hier) hat offenbar nachgewirkt: Am Freitag hatten die höchsten Strafrichter im Rahmen einer Haftprüfung den Haftbefehl gegen den mutmasslichen Unterstützer des “NSU” aus Lauenau bei Hannover aufgehoben. Nun hat heute die Bundesanwaltschaft ihrerseits die Freilassung von Carsten S. und Matthias D. angeordnet. Vereinfacht gesprochen: Weil der Bundesgerichtshof Holger G. freigelassen hat, durften nun auch Carsten S. und Matthias D. gehen – weil eine ähnliche Entscheidung auch für sie zu erwarten war. Dabei liegen die beiden Fälle durchaus unterschiedlich:

Matthias D. soll das Terrortrio durch die Anmietung der Zwickauer Wohnungen in der Polenz- und der Frühlingsstrasse unterstützt haben. Dass er die Wohnungen angemietet hat, ist dabei wohl nicht umstritten. Die Frage ist, ob ihm klar war, wer und warum dort eingezogen ist. Die Bundesanwaltschaft hat ihm unterstellt, dass ihm das nicht verborgen geblieben ist. er habe selbst eine rechtsextreme Einstellung, argumentierte man in Karlsruhe, unter anderem, weil der Verfassungsschutz in Sachsen ihn in Verbindung mit dem Mitbeschuldigten André E. und der “Weißen Bruderschaft Erzgebirge” gebracht hat ...

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