Der “befangene” Prüfer

Mein Mandant hatte eine Prüfung abgenommen. Einer der Prüflinge hatte sich zuvor bei ihm für einen Vorbereitungskurs angemeldet, diesen jedoch ohne Abmeldung nicht wahrgenommen. Bezahlt hatte er ebenfalls nicht, wobei er allerdings angefragt hatte, ob seine Zahlung dann nicht auf den nächsten Kurs angerechnet werden könnte.

Dann rasselte der Kandidat durch die Prüfung.

In der Folge erhielt mein Mandant ein Schreiben des nun anwaltlich vertretenen Prüflings:

Wegen der nicht bezahlten Forderung sei mein Mandant als Prüfer befangen gewesen. Hierauf habe er nicht gesondert hingewiesen. Die Prüfung sei daher unwirksam und zu wiederholen. Da mein Mandant den Hinweis auf die Befangenheit unterlassen und hierdurch die unwirksame Prüfung herbeigeführt habe, sei dem Prüfling ein Verdienstausfall entstanden, da er die Prüfung andernfalls bestanden hätte und dem Ausbildungsberuf hätte nachgehen können. Mein Mandant möge die Verpflichtung, den Verdienstausfall zu erstatten, zunächst dem Grunde nach anerkennen ...

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