Streitet euch weiter

Die Anordnung einer Familientherapie oder eine Verpflichtung zu psychologisch-pädagogischer Beratung oder Mediation durch das Familiengericht ist gesetzlich nicht vorgesehen (auch wenn im Einzelfall es durchaus sinnvoll wäre). Zu diesem Ergebnis kommt das Oberlandesgericht Hamm in einem Beschluss vom 19.03.2012 (Aktenzeichen II-8 UF 43/12).

Gegenstand der Entscheidung war ein Streit zwischen den Eltern eines Kindes über das Umgangsrecht. Das Familiengericht hatte eine befristete Umgangspflegschaft angeordnet und den Eltern aufgegeben, an der Maßnahme “Kind im Blickpunkt” teilzunehmen. Das Oberlandesgericht sah die Maßnahme zwar im Interesse des Kindeswohls förderlich und sinnvoll an, sah aber keine Stütze im Gesetz hierfür. § 1684 BGB gestatte zwar weitgehende Anordnungen zu Durchführung und Sicherung des Umgangsrechts, nicht jedoch die Anordnung einer Familientherapie oder Mediation ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK