Freiheitsstrafe für gefälschte Rezepte

Vor dem Amtsgerichts Landsberg (Bayern) musste sich ein 31-jähriger Mann verantworten. Nach den Feststellungen des Gerichts, hatte der Mann Rezepte gefälscht, um an Polamidon – einen Heroin-Ersatz – zu gelangen. Der Mann wird seit 1998 mit diesem Stoff substituiert. Allerdings wollte er sich einen größeren Vorrat sichern. Nachdem er vermehrt nach dem Stoff fragte, wurden Mitarbeiter der Apotheke misstrauisch und alarmierten den Arzt. Danach kam es zur Durchsuchung bei dem Angeklagten. Die Beamten fanden in der Wohnung des Angeklagten weitere Betäubungsmittel.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, die Strafverteidigung eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Das Amtsgericht hat den vorbestraften Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

( Quelle: Merkur Online vom 14.05.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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