Armer Benedikt: Wenn das Paulchen den Papst hintergeht …. und wenn 80-Jährige ermitteln

Papa Ratzi

Der eine oder andere von unseren strafblog-Lesern weiß vielleicht, dass auch der Vatikan eine Polizei und eine Gerichtsbarkeit unterhält. Straftaten werden halt überall auf der Welt begangen, selbst der heilige Stuhl ist nicht davor gefeit. Und jetzt hat´s da mächtig gerappelt im Karton. Die Gendarmerie des Vatikans hat nämlich einen Mitarbeiter des Papstes festgenommen, der zu dessen engsten Vertrauten gehörte und der dem guten Josef Ratzinger so nahe gekommen ist wie sonst kaum einer. „Paoletto“, zu deutsch „Paulchen“, wurde der Mann in der sogenannten päpstlichen Familie, dem engsten Kreis um den deutschen Papst, genannt, sein richtiger Name lautet Paolo Gabriele. Er war laut welt.de Kammerdiener und Majordomus von „Papa Ratzi“ und hatte das Privileg, dessen Privatgemächer zu betreten, ihm beim Aufstehen und Ankleiden zu helfen, ihm das Essen zu servieren und mit ihm am Tisch zu sitzen. Wenn der Pontifex in seinem offenen Mercedes chauffiert wurde, saß Paulchen oft neben dem Fahrer und vor dem päpstlichen Privatsekretär Monsignore Georg Gänswein. Er begleitete den Papst bei seinen Reisen und hatte – so welt.de – Zugang zu den Schlüsseln seiner privatesten Welt.

Über all diese Schilderung hätte ich jetzt fast vergessen mitzuteilen, warum das Paulchen festgenommen wurde. Dem verheirateten dreifachen Familienvater wird nämlich ein schrecklicher Geheimnisverrat zur Last gelegt. Er soll Dutzende vertrauliche Schreiben des Papstes entwendet und einem Journalisten zugespielt haben, der diese in einem Enthüllungsbuch als Facsimile verarbeitet haben soll. Der pietätlose Schreiberling heißt Gianluigi Nuzzi und sein Buch hat er spektakulär mit dem Titel „ „SUA SANTITÁ – Le Carte Segrete di Benedetto XVI.“ (Seine Heiligkeit – die geheimen Briefe Benedikts XVI.) versehen ...

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