Das Ende der Harmlosigkeit: Apps geben heimlich Nutzerdaten weiter

Viele Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer (sog. Apps) geben persönliche Daten ihrer Nutzer an Dritte weiter.

Dies haben nun voneinander unabhängige Untersuchungen der Stiftung Warentest und des NDR-Magazins „ZAPP“ ergeben.

Die Tests

Die Stiftung Warentest untersuchte 62 Apps für die Smartphone Betriebssysteme Apple iOS und Google Android sowie eine Navi-App für Microsofts Windows Phone.

Das NDR-Magazin „ZAPP“ hat nach eigenen Angaben etwa 100 Apps aus dem Apple App Store von „unabhängigen Experten“ unter die Lupe nehmen lassen. Um die Inhalte des Datenverkehrs der Apps analysieren zu können, wurde ein Proxy-Server zwischengeschaltet.

Der Skandal

In der Sendung vom 22.05.2012 enthüllte „ZAPP“ die skandalträchtige Nachricht. Laut dem Magazin kam bei dem Test heraus, dass viele Apps spezielle Nutzerdaten registrieren und weiterleiten.

Circa ein Drittel der getesteten Apps sendeten die Seriennummer des Geräts (die sog. UDID) an App-Hersteller und Dritte. Zum Beispiel erfolge dieser Vorgang bei diversen Radio-Apps von öffentlich-rechtlichen Sendern an eine Entwicklerfirma. Es gäbe aber sogar Apps, die die Daten gleich an Facebook, Google oder Marketingfirmen weiterleiteten.

Das Untersuchungsergebnis der Stiftung Warentest wurde in der Juni-Ausgabe der entsprechenden Zeitschrift fast zeitgleich publik. Die Analyse der Apps ergab aber auch hier ein alarmierendes Ergebnis.

Einige Apps würden persönliche Daten wie Name, Telefonnummer, E-Mail-Adressen oder Passwörter ohne Anonymisierung bzw. Verschlüsselung an die Server des jeweiligen Anbieters senden ...

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