Wer hat nun Recht: Rasch, Stadler oder Lampmann?

Es geht mal wieder um Filesharing-Abmahnungen. Ums so viel diskutierte Urheberrecht auch. Aber vor allen Dingen um den Zusammenhang zwischen Abmahnungen und der Anzahl von Filesharing-Fällen. Ein indirektes, zeitlich leicht versetztes Streitgespräch liefern sich derzeit die Kollegen Clemens Rasch (zitiert von Spiegel Online im lesenswerten Artikel "Wem gehören die Gedanken?"), Thomas Stadler (in seiner Antwort darauf: "Wirkungsvolle Filesharing-Abmahnungen?") und Arno Lampmann (in seiner Replik "P2P-Abmahnungen und der Abschreckungseffekt - unlogisch?") Ich möchte da gerne mitmischen, auch wenn ich, wie ich fürchte, das im letztgenannten Artikel ausgelobte kostenlose Beratungsgespräch beim Kollegen Lampmann nicht gewinnen kann: Worum geht es also konkret? Kollege Rasch sagt: Ich mahne ab, dadurch lassen sich viele vom Filesharing abschrecken ("Generalprävention" nennt man das im Juristendeutsch). In Großbritannien sei die Zahl der illegalen Downloads 40-mal so hoch wie in Deutschland. Kollege Stadler antwortet darauf: "Wenn es tatsächlich stimmt, dass das Filesharing der Musikindustrie Milliardenverluste beschert und gleichzeitig in Großbritannien 40-mal so viel Filesharing betrieben wird wie in Deutschland, stellt man sich zwangsläufig die Frage nach dem logischen Bruch in der Argumentation von Rasch und der Musikindustrie." Er verweist dabei auf einen seiner älteren Artikel über die angeblich großen Umsatzeinbußen, die durch das Filesharing verursacht werden. Kollege Lampmann wiederum sieht keinen logischen Bruch: Er vergleicht Filesharing mit Ladendiebstahl (wohl wissend, dass dieser Vergleich hinkt und kränklich ist), gelangt zu der fiktiven Einsicht, dass in Großbritannien pro Kopf mehr für Lebensmittel ausgegeben, dafür aber auch 40-mal so viel geklaut wird wie in Deutschland. Und vermisst hier den Stadler´schen logischen Bruch. Die Lösung Es ist doch ganz einfach, werte Kollegen ...Zum vollständigen Artikel


  • Urheberrecht: Wem gehören die Gedanken?

    spiegel.de - 12 Leser - Erst waren es die Musiker, dann die Schriftsteller, die aufbegehrten gegen die Umsonstkultur im Netz. So berechtigt ihre Angst auch ist: Das Internet hat eine neue Rechtswirklichkeit geschaffen, gegen die nur ein neues Urheberrecht ankommt.

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