P2P-Abmahnungen und der Abschreckungseffekt – unlogisch?

Der Streit ums Urheberrecht treibt mittlerweile seltsame Blüten.

Rechtsanwalt Clemens Rasch, behauptet in einem Artikel vom 21.5.2012 auf SPON, dass die u.a. von seiner Kanzlei ausgehenden Massenabmahnungen eine generalpräventive Wirkung entfalteten, die in Deutschland stärker sei als in den meisten anderen europäischen Ländern. Deshalb sei die Zahl der illegalen Downloads in Großbritannien auch 40-mal so hoch wie in Deutschland.

Abmahngegner, wie zum Beispiel der Kollege Stadler halten diese Schlussfolgerung für eine Milchmädchenrechnung. Denn der Pro-Kopf-Umsatz den die Musikindustrie erziele, sei in Großbritannien deutlich höher als in Deutschland. Wenn es tatsächlich stimme, so Stadler, dass das Filesharing der Musikindustrie Milliardenverluste beschere und gleichzeitig in Großbritannien 40-mal so viel Filesharing betrieben werde wie in Deutschland, stelle man sich zwangsläufig die Frage nach dem logischen Bruch in der Argumentation von Rasch und der Musikindustrie. Come again?

Man kann sicherlich darüber streiten, ob die mitgeteilten Tatsachen alle so stimmen, einen logischen Bruch enthält die Aussage von Herrn Rasch aber jedenfalls nicht.

Stellen wir die Frage doch einfach mal, indem wir “Musikindustrie” , “Filesharing” und “Abmahnungen“ mit den politisch weniger brisanten Begriffen “Lebensmitteleinzelhandel” , “Ladendiebstahl” (ja, ja, Filesharing ist eigentlich kein Diebstahl, weil das geht ja nur mit Sachen, aber tun wir mal so) und „Ladendetektive“ ersetzen ...

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