Mord ohne Leiche

Im Strafverfahren gegen einen Mann aus der Eifel wegen Anstiftung zum Mord und wegen Mordes hat der BGH mit Entscheidung vom 02. Mai 2012 die Verurteilung des Mannes zu lebenslanger Freiheitsstrafe durch das LG Trier vom 25. Februar 2011 bestätigt. Eine Leiche wurde jedoch nie gefunden. Daher war das Verfahren um den “Mordfall ohne Leiche” in der Öffentlichkeit breit diskutiert.

Der Tat war ein Streit um das Eigentum an eiem Gehöft in einem abgelegenen Dorf in der Eifel vorausgegangen. Das Tatopfer hatte das Eigentum in den 1980er Jahren verloren und ein lebenslanges Wohnrecht behalten. Nachdem der Angeklagte das Gehört 1987 kaufte, kam es regelmäßig zu Streit. Dieser eskalierte 1988, als der Angeklagte mit einer Pistole auf das spätere Tatopfer schoss. Der Angeklagte wurde wegen versuchten Mordes verurteilt und seine Unterbringung in einer Psychiatrie angeordnet. Ihm gelang jedoch die Flucht. Bis zum Eintritt der Vollstreckungsverjährung konnte der Angeklagte untertauchen.

Nach der Jahrtausendwende kehrte der Angeklagte wieder in das Gehöft zurück. Kurz darauf bot er einem Mieter des Gehöfts 10.000,00 € für die Tötung des späteren Tatopfers an. Dieser lehnte jedoch ab: Ein Fall des § 30 StGB ...

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