Interview mit Ibrahim Abou-Nagie

Die Verteilung von deutschen Koranübersetzungen hat in den vergangenen Wochen für viel Aufsehen, Ausschreitungen in Bonn und Solingen sowie eine heftige politische Debatte gesorgt. Hinter der Aktion steht der Bonner Geschäftsmann und Prediger Ibrahim Abou-Nagie. Nach einigem Zögern war er bereit, mir ein Interview zu geben, dass heute Abend um 20:15 im Radioprogramm SWRInfo ausgestrahlt wird (Webradio hier). Ich dokumentiere hier den Wortlaut des Interviews:

Frage: Herr Abou-Nagie in manchen Medien werden sie als salafistischer Hassprediger bezeichnet. Sind sie das? Ein Hassprediger?

Ibrahim Abou-Nagie: Nein ich bin weder Hassprediger, noch Salafist. Ich bin ein Muslim der das Beste für die Menschen liebt.

Frage: Ein Salafist ist nach der Definition die im Augenblick in Deutschland auch von der Politik favorisiert wird, jemand, der leben will wie die Altvordern der in seinem Leben möglichst alles so machen will wie wörtlich genommen die Vorstellung des Propheten zu sehen ist, ist das dass, was eine richtige Glaubensrichtung auszeichnet?

Ibrahim Abou-Nagie: Ja das ist eine Ehre für uns, wenn wir diese Stufe erreichen, dass wir so leben wie der Prophet (Red. Hinweis: Ibrahim Abou-Nagie fügt an dieser Stelle eine Ehrbezeugung in arabischer Sprache hinzu) und die Sahaba, die Gefährten. Das ist eine Ehre für uns. Und wenn man von Salafismus redet und anhand von der Definition, die heutzutage in den Medien überall platziert werden, dann reden wir von mindestens 2 Millionen Salafisten in Deutschland. Die den Islam praktizieren, Bart tragen, Kopftuch tragen. Man versucht diese praktizierenden Menschen zu betiteln heutzutage. Genauso wie man uns damals vor 7 Jahren als Wahabiten bezeichnet hat.

Frage: Sie haben eine große Aufmerksamkeit erreicht in den vergangen Wochen, dadurch, dass sie eine deutsche Übersetzung des Korans verteilt haben ...

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