Investitionsabzugsbetrag: BFH hält den Finanzierungszusammenhang für entbehrlich

Der Investitionsabzugsbetrag kann auch nach bereits erfolgter Investition geltend gemacht werden. Das Wahlrecht gemäß § 7g EStG kann noch nach Einlegung des Einspruchs ausgeübt werden (BFH 17.1.12, VIII R 48/10). Der Investitionsabzugsbetrag wird für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens gewährt. Maßgeblich ist dabei die Sicht am Ende des Wirtschaftsjahrs, für das der Abzugsbetrag geltend gemacht wird. Die aus dieser Sicht „künftige” Anschaffung kann bei Abgabe der Steuererklärung für das Abzugsjahr bereits erfolgt sein. Unerheblich ist, ob die Investition im Zeitpunkt der Abgabe der Steuererklärung tatsächlich schon vorgenommen war. Ebenso wenig ist es erforderlich, dass der Steuerpflichtige im Zeitpunkt der Anschaffung die Absicht hatte, den Abzugsbetrag in Anspruch zu nehmen, um den Finanzierungszusammenhang zu dokumentieren. Weiterführender Hinweis Der BFH zweifelt daran, ob die Voraussetzung des Finanzierungszusammenhangs, wie sie für den § 7g EStG a.F. entwickelt wurde, noch für § 7g n.F. erforderlich ist. Mittels dieser Voraussetzung sollten solche Fälle ausgesondert werden, in denen die Ansparrücklage zur Steuergestaltung genutzt wurde, ohne tatsächlich dem Zweck der Investitionserleichterung zu dienen ...Zum vollständigen Artikel

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