Und (endgültig?) Tschüss – oder der Verlust von 8 Millionen Euro

Fussball-Schande, Mega-Skandal – nur zwei Begriffe der Boulevardpresse, die das Relegationsspiel um die Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin begleitet haben. Heute folgte der erste Teil des Nachspiels: das Urteil des DFB Sportgerichts, das den Einspruch der Berliner zurückweist. Grund genug in einem kleinen Gastbeitrag das Urteil aus dem sonst eher unbekannten Gebiet des Sportrechts zu würdigen. Schon jetzt ist klar, dass das Match nicht nur bei einer 22minütigen Nachspielzeit und einer Verlängerung beim DFB Sportgericht bleibt. Hertha legt Berufung gegen das heute ergangene Urteil beim DFB Bundesgericht ein. Damit geht das Match in eine zweite Verlängerung! Und für die Hertha geht es dabei um richtig viel: mindestens 8 Millionen Euro weniger aus der Vermarktung der TV-Rechte und dazu der (nicht geringe) Verlust von Sponsorengeldern. Heute nun die erste juristische Niederlage. Doch was sind die Gründe, weshalb Hertha auch vor Gericht unterlegen ist? Zusammengefasst heißt es, dass „kein Einspruchgrund nachzuweisen war“. Im Einzelnen: 1. Die Spielfortsetzung nach der 20minütigen Unterbrechung durch Schiedsrichter Wolfgang Stark war eine sog. „Tatsachenentscheidung“. Diese Entscheidung des Schiedsrichters wird vom Sportgericht grundsätzlich – außer bei krassen Ermessensfehlern – nicht überprüft. Beispielsweise wird ein Spieler bei klaren, unberechtigten Roten Karten gesperrt. Dabei betonte heute der Vorsitzende Sportrichter Hans E. Lorenz ausdrücklich, dass Wolfgang Stark zu jedem Zeitpunkt sich regelkonform verhalten hat. 2. Benachteiligungen lagen für beiden Mannschaften vor. Bereits nach dem 2:1 für Düsseldorf wurde im Hertha-Block Pyrotechnik abgebrannt, was zu einer längeren Unterbrechung führte. Das benachteiligte auch die Fortuna. Insbesondere gingen zwei von drei Unterbrechungen von der Hertha Kurve aus. 3. Keine feindselige Haltung der Fortunafans Die Fans stürmten mit der Absicht aufs Feld, um zu feiern ...Zum vollständigen Artikel

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