Kein ernstlicher Zweifel

Hier hatte ich einmal über die Idee gepostet, dass ein Hundehalter gegen den Hundesteuerbescheid geklagt hatte, weil er meinte, Hundesteuer sei keine örtliche Aufwandssteuer. Heutzutage fehle der örtliche Bezug, weil Hunde über die Gemeindegrenzen hinweg mitgenommen würden.

In einem anderen Verfahren hat nun das Oberverwaltungsgericht NRW in einem Beschluss vom 14.05.2012 (Aktenzeichen 14 A 926/12) einen Antrag auf Zulassung der Berufung zurückgewiesen. Es ging wohl um die Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Minden wegen der Zulässigkeit von Hundesteuer.

Das Oberverwaltungsgericht hegt keine ernsthaften Zweifel an der Richtigkeit des verwaltungsgerichtlichen Urteils. Die Anknüpfung an die örtlichen Gegebenheiten sei in der Hundesteuersatzung gegeben, da sie an die Aufnahme eines Hundes in den Haushalt oder durch Inpflege- oder Inverwahrungsnahme bzw. das Halten zu bestimmten Zwecken anknüpfe. Dies sei eine im Gemeindegebiet ausgeübte Tätigkeit, die einen besonderen, über die Befriedigung des allgemeinen Lebensbedarfs hinausgehenden Aufwand für die persönliche Lebensführung auslöse.

Für die örtliche Radizierung spiele es keine Rolle, dass Hunde verstärkt auch in andere Gemeinden mitgenommen würden und dort auch Wirkung zeigten. Das Erfordernis der Begrenzung der unmittelbaren Wirkungen auf das Gemeindegebiet beziehe sich auf die Steuern und nicht auf die Hunde. Der bloße Aufenthalt eines Hundes auch außerhalb der Haltungsgemeinde stelle die örtliche Radizierung der Haltung, die regelmäßig in einem örtlich belegenen Haushalt stattfinde, nicht in Frage, so die Richter ...

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