(Int.Strafrecht) Tierschutzaktivist Paul Watson aufgrund int. Haftbefehls festgenommen; Kaution gestellt (PM)

Der Tierschutzaktivist und Begründer der Organisation “Sea Shepherd” Paul Watsonwurde aufgrund eines Haftbefehls Costa Ricas auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen. Der Haftbefehl wurde inzwischen, nach Zahlung einer Sicherheit von 250,000 EUR, ausser Vollzug gesetzt.

Hierzu die beiden Pressemitteilungen des OLG Fankfurt am Main:

Der Tierschutzaktivist und Begründer der Organisation “Sea Shepherd” Paul Watson wurde am 13.5.2012 bei seiner Einreise in Deutschland aufgrund eines über Interpol ausgeschriebenen Haftbefehls Costa Ricas auf dem Frankfurter Flughafen vorläufig festgenommen. Costa Rica beschuldigt den 61-jährigen Kanadier Watson, der auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft hat, im Jahr 2002 bei einer Aktion mit seinem Schiff “Ocean Warrior” vor der Küste Guatemalas dem Fischfänger “Varadero 1″ in die Gefahr des Schiffbruchs gebracht zu haben, wodurch die Besatzungsmitglieder auch körperliche Verletzungen davongetragen haben sollen.

Am 14.5.2012 hat das Amtsgericht Frankfurt am Main eine Festhalte-Anordnung gegen Watson ausgesprochen, der sich seitdem in Haft befindet. Mit heute eingegangenem Antrag hat nunmehr die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main den Erlass eines vorläufigen Auslieferungshaftbefehls beim Oberlandesgericht (OLG) nach § 16 IRG gestellt.

Es ist nunmehr die Aufgabe des OLG zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Anordnung der vorläufigen Auslieferungshaft gegen Watson vorliegen. Über die Auslieferung ist nach dem Gesetz über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRG) zu entscheiden. Danach muss die vorgeworfene Straftat auch nach deutschem Recht strafbar sein. Außerdem muss die Auslieferung nach derzeitigem Stand rechtsstaatlich zulässig sein, wobei das Fehlen eines bilateralen Auslieferungsvertrages zwischen Deutschland und Costa Rica keine Rolle spielt ...

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