DFB-Sportgericht: Einspruch abgelehnt

Ein rechtlich hochinteressanter Fall neigt sich dem Ende entgegen. (Hier zur rechtlichen Problematik).

Der Einspruch der Hertha nach § 13 SpielO i.V.m § 15 Rechts- und Verfahrensordnung des DFB gegen die Spielwertung des Relegationsspiels wurde abgelehnt.

Richter Hans E. Lorenz verkündete, dass “der Einspruch keinen Erfolg hatte, weil kein Einspruchsgrund nachzuweisen war“.

Im Mittelpunkt stand die Beurteilung von Schiedsrichter Stark. Dieser habe telefonischen Kontakt mit der Polizei gehabt, die ihm bestätigte die Lage unter Kontrolle zu haben. Daraufhin entschied er sich zum Weiterspielen. Er wurde dabei insbesondere von Niemanden gedrängt, sondern er traf die Entscheidung letztlich alleine.

Das Gericht wies also die Berliner Theorie zurück, Stark habe nur noch angepfiffen um ein „Blutbad“ zu vermeiden.

Die Berliner versuchten insbesondere mit § 13a SpielO zu argumentieren. Nach diesem wäre ein Einspruch begründet wenn die:

„Schwächung der eigenen Mannschaft durch einen während des Spiels eingetretenen Umstand, der unabwendbar war und nicht mit dem Spiel und einer dabei erlittenen Verletzung im Zusammenhang steht“

Das Gericht kam zu dem Urteil, dass es gerade nicht zu einer Schwächung der eigenen Mannschaft gekommen sei. Zwar ist es zu einem Umstand gekommen, der unabwendbar war. Es sei aber “kein Berliner Spieler von den Düsseldorfer Fans angegriffen, verletzt oder ausgewechselt worden.”

Die Berliner wollten hier mit ihren „Angstzuständen“ punkten. Das Gericht dagegen mahnte den fehlenden Nachweis über das Vorliegen der Angstzustände. So kam es zum Entschluss, dass „die Fans nicht in feindseliger Haltung auf den Platz stürmten“. Auch deswegen sei “der Nachweis der Schwächung von Berlinern Spieler nicht geführt. Man kommt aus dem Rhythmus raus, das gilt aber für beide Mannschaften ...

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