BGH zu “Stalking” : Kündigung wegen Belästigung einer Arbeitskollegin

“Stalking” ist ein unliebsames Thema, vor allem für diejenigen, die belästigt werden und vor allem dann, wenn die Person, von der die Kontaktversuche ausgehen, trotz Aufforderung nicht davon ablässt. Für viele bleibt dann nur der Gang zur Polizei. Erfolgt die Belästigung am Arbeitsplatz, kann aber zunächst einmal der Arbeitgeber handeln.

Private Kontaktaufnahme mit Kollegin

Ein – mittlerweile ehemaliger – Verwaltungsangestellter ließ nicht davon ab, Kontakt zu einer Mitarbeiterin aufzunehmen – durch E-Mails, Anrufe, Besuche an deren Arbeitsplatz. Mehr noch: Er mischte sich in ihr Privatleben ein und drohte ihr schließlich damit, dafür zu sorgen, dass sie keine feste Anstellung beim Land bekäme. So wollte er ihre Anstellung als Leiharbeiterin für seine privaten Zwecke und als Druckmittel benutzen. Da zwischen dem Mann und der Kollegin der Kontakt aber weder dienstlich nötig war, noch privat gewünscht, teilte die Frau ihrer Dienststelle mit, sich belästigt zu fühlen. Der Zustand sei ihr unerträglich. Der Kollege bedränge sie.

Der Arbeitgeber war bei beiden das Land ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK