Europarecht und Arbeitsrecht – Arbeitnehmer, die ihre Arbeit in verschiedenen Mitgliedstaaten leisten

Der französische Kassationshof hat kürzlich ein neues Urteil (Sozialkammer des Kassationshofs vom 11.4.2012, Nr.11-17.096 und 11-17.097) zur Frage des anwendbaren Rechts und des Gerichtsstands auf den Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers gefällt, der seine Tätigkeit in verschiedenen Mitgliedstaaten Europas ausübt.

Im vorbenannten Urteil vom 11.4.2012 beanstandeten zwei Flugkapitäne ihre Kündigung durch ihren britischen Arbeitgeber. Besonders strittig war nach ihrer Meinung die Anwendung des englischen Rechts anlässlich der Kündigung.

Die Arbeitsverträge dieser zwei Arbeitnehmer wurden in Großbritannien und in englischer Sprache unterzeichnet. Die Arbeitsverträge beinhalteten eine Gerichtsstandklausel mit Verweis auf die Zuständigkeit der englischen Gerichte.

Sämtliche Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer begannen und endeten allerdings grundsätzlich in Frankreich, auch wenn sie sich aufgrund ihrer Tätigkeit in verschiedenen Staaten zu begeben hatten. Außerdem unterhielt der englische Arbeitgeber eine Niederlassung in Frankreich. Sämtliche administrativen Tätigkeiten sowie der Bereitschaftsdienst wurden von der französischen Niederlassung aus ausgeführt ...

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