Freispruch im Prozess um versuchten Totschlag

Vor dem Landgericht Göttingen musste sich ein 47-jähriger Mann wegen versuchten Totschlags verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, auf einen Autofahrer geschossen zu haben. Das mutmaßliche Opfer sagte bei der Polizei noch aus, dass der Angeklagte eindeutig der Täter gewesen sei. Im Prozess nun war sich der Mann nicht mehr sicher und sagte zugunsten des Angeklagten aus. Am Ende plädierten sowohl Strafverteidigung als auch Staatsanwaltschaft und Nebenklage auf Freispruch. Nach den Feststellungen des Landgerichts gebe es zwar Anhaltspunkte für die Täterschaft des Angeklagten, diese seien aber nicht ausreichend. Daher hat das Gericht den Angeklagten freigesprochen. Da der Angeklagte mehr als sechs Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte und seine Wohnung durchsucht worden war, erhält er nun eine Entschädigung.

( Quelle: NDR online vom 02.05.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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