Muss das Skandalspiel in Düsseldorf wiederholt werden? Ja!

Nichts zum Thema gewerblicher Rechtsschutz aber unbedingt eines Kommentars würdig: Das gestrige Relegationsspiel zwischen Fortuna Düseldorf und Hertha BSC.

Es waren unschöne Szenen, die sich in Düsseldorf (übrigens einen Tag zuvor in etwas anderer Weise in Karlsruhe) abspielten. Entscheidungsspiele, die über Auf- und Abstieg in den deutschen Fußballprofiligen entscheiden, entwickeln immensen Stress, nicht nur bei den beteiligten Mannschaften, sondern auch den Zuschauern. Offenbar sind es nun die Zuschauer, die nicht mehr in der Lage sind, damit umzugehen. Angesichts der exorbitanten Kommerzialisierung des Fußballs nimmt die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Zugehörigkeit eines Vereins zur höheren Liga zu. Dass sich in Relegationsspielen dieser Druck auf die Zuschauer überträgt, wundert nicht. DFL und DFB sollten daher darüber nachdenken, ob man die Drucksituationen durch diese Form moderner Gladiatorenkämpfe nicht unnötig auf die Spitze treibt. Ein Verzicht auf die Relegation wäre die Lösung.

Das Spiel zwischen Düsseldorf und Hertha muss neu angesetzt werden. Dies mag aus dem Munde eines Berliner Rechtsanwalts nach „schlechtem Verlierer“ klingen. Sei's drum. Es ist aber die einzig richtige Konsequenz aus dem Verlauf eines Spiels, dass durch den Schiedsrichter eigentlich hätte abgebrochen werden müssen. Ob er dies vor hatte und von der Polizei davon abgebracht wurde, weil man eine Eskalation befürchtete, ist Spekulation. Hätte er abgebrochen, wäre das Spiel übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit mit 0:2 gegen Fortuna Düsseldorf gewertet worden, wenn man den Sturmlauf der Fans der Fortuna als Verschulden zugerechnet hätte (§ 14 Nr. 4 der Spielordnung des Ligaverbandes [Spol]) ...

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