Das leidige Thema der sogenannten Interessenkollision

Wie die Kanzleierfahrung zeigt, tritt nachfolgend geschilderter Fall durchaus häufiger auf:

In einer Zwei-Mann-GmbH zerstreiten sich die Gesellschafter, weil Gesellschafter A der Auffassung zuneigt, Gesellschafter B ruhe sich auf seinen Lorbeeren aus, tue nichts, was wiederum für den GmbH-Zweck nicht förderlich sei. Nachdem sich persönliche Differenzen Jahre nicht nur aufgestaut, sondern weiter vertieft haben, reicht es Gesellschafter A (der gleichzeitig Geschäftsführer ist); er beraumt eine Gesellschafterversammlung an, in der Gesellschafter B quasi von der GmbH ausgeschlossen, d. h., seine Geschäftsanteile eingezogen werden.

Dies gefällt Gesellschafter B naturgemäß überhaupt nicht, er bedient sich anwaltlichen Beistandes zur Feststellung, dass die Beschlussfassung über die Einziehung der Geschäftsanteile unwirksam sei. Es wird das zuständige Gericht angerufen, was Gesellschafter A veranlasst, sich seinerseits auch anwaltlichen Beistandes zu versichern, der sich sowohl für die GmbH als auch für Gesellschafter A bestellt.

Der anwaltliche Vertreter des Gesellschafters B ist im Verfahren der Meinung, der anwaltliche Vertreter der GmbH und des Gesellschafters unterläge einer sogenannten Interessenkollision, womit er wohl das Verbot der Berufsausübung bei sogenannten widerstreitenden Interessen nach § 43 a BRAO bzw. § 3 BORA meint ...

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