Verena Beckers Erklärung

Hier zur Dokumentation die – auch schon anderweitig publizierte – Erklärung von Verena Becker. Es gilt das gesprochene Wort der gestrigen Hauptverhandlung.

“Bevor ich mit meiner Einlassung beginne, möchte ich Ihnen, Herr Buback, sagen, dass diese Erklärung nicht Ihnen persönlich gilt, sondern dem Gericht. In allen Artikeln und Beiträgen, die ich von Ihnen gelesen habe, wollen Sie wissen, wer Ihren Vater getötet hat. Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten, denn ich war nicht dabei. Aber ich beantworte Ihnen heute, wo ich am 7. 04. 1977 war. Im Übrigen sind meine früheren Überlegungen und Selbstbefragungen im Zusammenhang mit Ihnen durch die Anklageerhebung gegen mich überholt worden, und in diesem Prozess muss ich mich verteidigen.

Ich habe mich von Anfang an dem Strafverfahren gestellt in der Absicht, mich juristisch zu verteidigen, und dazu gehört auch meine heutige Erklärung. Ohne falsche Behauptungen wäre die Anklageerhebung nicht möglich gewesen. Im Verlaufe dieses langen Prozesses sind entlang der Anklage erneut falsche Beschuldigungen gegen mich erhoben werden, die ich so nicht stehen lassen werde. Ich habe mich nie versteckt oder in Schweigen geflüchtet, ich habe mich schon seit dem Bekanntwerden der neuerlichen Ermittlungen – offenbar anders als für viele Dritte nachvollziehbar – mit der Vergangenheit auseinandergesetzt. Schon seit Mitte der 80er Jahre bin ich meinen eigenen Weg gegangen, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Anklage macht mir sehr konkrete Vorwürfe, ich antworte darauf ebenso konkret und konzentriere mich auf diejenigen Umstände aus der damaligen Zeit, die aus Sicht der zugelassenen Anklageschrift relevant sind. Zu meiner Biografie verweise ich auf Angaben, die ich im Rahmen des Begnadigungsverfahrens gemacht habe ...

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