Oh mein Gott, ich bin im Fernsehen… – tun Sie was!

Die einen drängen sich ins Fernsehen (Talkshows, Reality-Dokus), um gegen ein geringes Entgelt ihren Nonsens loszuwerden, andere arbeiten Jahre darauf hin, um als Schauspieler ihren Lebensunterhalt zu verdienen und eine nicht unbeachtliche Schar landet im TV, obwohl sie dies nie wollten.

Unser Mandant ist einer der unfreiwilligen Fernsehstars. Beim Bäcker wurde er darauf angesprochen. „Du machst so was, du lässt Dinge verschwinden“. Im Frühstücksfernsehen hätte man über ihn berichtet. Er konnte sich dunkel an ein Fernsehteam und eine nervige Reporterin erinnern, aber auch daran, dass er jeglicher Ausstrahlung des Sendematerials, auf dem er zu erkennen ist, nachdrücklich widersprochen hat.

Die ursprüngliche Version des Beitrags lief bei dem einfühlsamen, immer-gut-drauf (dank 5 Kilo Geflügelwurst in der Woche) Moderator. Unser Mandant wurde wunschgemäß unkenntlich gemacht. Das Team vom Frühstücksfernsehen sendete am nächsten Morgen eine Zusammenfassung des Beitrags. Scheinbar war es für den Verantwortlichen der Zusammenfassung doch noch ein paar Stunden zu früh, den in der Zusammenfassung wurde die Verpixelung schlichtweg vergessen und unser Mandant war deutlich für mehrere Minuten zu erkennen. Plötzlich wurde er mit einem Bericht in Verbindung gebracht, mit dessen negativen Enthüllungen er nichts zu tun hatte. Er war nur zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort.

Dem investigativen Journalismus vieler TV-Formate ist es zu verdanken, dass viele Menschen unfreiwillig in die Arena geschmissen und der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen werden ...

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