Datenschützer in Bayern überprüfen 13.404 Webseiten auf datenschutzkonformen Einsatz von Google Analytics

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hat mit Pressemitteilung vom 07.05.2012 mitgeteilt, dass es mit Hilfe einer eigens entwickelten Software 13.404 Homepages auf den datenschutzkonformen Einsatz von Google Analytics überprüft habe.

Die Prüfung habe ergeben, dass bei 2.449 Webseitenbetreibern, die Google Analytics einsetzen, nur von 78 (3%) die datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten würden. Die übrigen 2.371 Webseitenbetreiber würden vom BayLDA schriftlich aufgefordert, die datenschutzrechtlichen Defizite bei der Nutzung von Google Analytics zu beheben. Mit diesem Vorgehen wolle die Behörde "datenschutzkonforme Zustände beim Einsatz von Software zur Erfassung des Nutzerverhaltens im Internet" erreichen. Bußgeldverfahren wolle das BayLDA erst einleiten, wenn die angeschriebenen Webseitenbetreiber der Aufforderung der Behörde zur Behebung der Defizite nicht nachkommen würden. Im Falle eines erfolgreich durchgeführten Bußgeldverfahrens können gemäß § 35 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und § 16 Telemediengesetz (TMG) jedoch Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 € verhängt werden. Das BayLDA plane darüber hinaus, in Zukunft auch die datenschutzkonforme Nutzung anderer Programme zur Reichweitenmessung zu überprüfen.

Hintergrund

Die Datenschutzaufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich (sog. Düsseldorfer Kreis) haben im Herbst 2009 die Anforderungen an eine datenschutzkonforme Ausgestaltung von Analyserverfahren zur Reichweitenmessung bei Internetangeboten beschlossen und im Internet veröffentlicht ...

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