Anfängerfehler II – nicht ganz so krass, aber auch falsch

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Nicht ganz so krass wie im BGH, Beschl. v. 11.04.2012 – 3 StR 108/12 – (vgl. vorhin hier) ist der Fehler, der, das LG Stralsund -ebenfalls in einem Missbrauchsverfahren – gemacht hat und der der Aufhebung durch den BGH, Beschl. v. 27.03.2012 – 3 StR 47/12 – zugrunde liegt. Fehler und Begründung ergeben sich aus der BGH-Begründung wie folgt:

“a) Dem liegt folgender Verfahrensgang zugrunde: Der Angeklagte hat in der Hauptverhandlung den Antrag gestellt, zum Beweis der Tatsache, dass die Geschädigte D. in der Tatnacht nicht wie von ihr behauptet in sein Zimmer habe gelangen können, die Tatörtlichkeit in Augenschein zu nehmen. Diesen Antrag hat das Landgericht wegen Bedeutungslosigkeit abgelehnt. Zur Begründung hat es ausgeführt, die Beweistatsache beeinflusse selbst im Falle ihres Erwiesenseins die Entscheidung nicht, weil sie nur mögliche, nicht aber zwingende Schlüsse darauf zulasse, ob der Angeklagte die Geschädigte sexuell missbraucht habe. b) Dies hält rechtlicher Prüfung nicht stand ...

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