Der Pflichtkauf am Bäckerstand?!

Seit Jahr und Tag kaufe ich bei einem Supermarkt meine Brötchen und jedes mal ärgere ich mich über diese Aufkleber:
Entnommene Ware darf nicht zurückgelegt werden und verpflichtet zum Kauf.
Ich bin ja nicht streitsüchtig, lasse also die Supermarktbetreiberin in ihrem Irrglauben! Aber just vor ein paar Stunden stand neben mir eine Mutter, deren Sohnemann (ggf. 4-5 Jahre) sich ein Brötchen rausgriff (sind ja in guter Kinderhöhe) und es dann auch noch auf den Boden fallen ließ. Natürlich musste eine "freundliche" Kassiererin direkt daneben stehen und sprach: "Dit Brötschen müssn se jetzt aba kaufen! Steht ja och deutlich dranne." Aha! Die Mutter zeigte sich einsichtig und jeder kann sich denken, was den Sohnemann wegen dieser Fehlinvestition nun erwartet hat. Aber was hat es nun mit dem "Aufkleber" auf sich? Ich bin kein Zivilrechtler, aber meine paar Kenntnisse aus der Ausbildung sagen mir: So geht das doch nicht! Natürlich habe ich gegebenenfalls auch vorvertragliche C.I.C. Pflichten als potentieller Käufer (also das umgedrehte Salatblatt sozusagen). Ich sollte also in vielen Konstellationen auch zum Schadensersatz nach Schuldrecht und nicht nur nach unerlaubter Handlung verpflichtet sein. Aber natürlich ist der Schadensersatz nicht gleich dem Verkaufspreis zu setzen. Diese Erkenntnis kann ich schnell schon dem Steuerrecht entnehmen: Erwerbe ich das Brötchen an der Kase, liegt ein Leistungsaustausch im Sinne des Umsatzsteuergesetzes vor, der auch steuerbar und steuerpflichtig ist ...Zum vollständigen Artikel

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