Eine bequeme Debatte

Seit Veröffentlichung des Aufrufes Wir sind die Urheber! (daneben auch veröffentlicht in der ZEIT) haben sich bereits einige Blogger, auch und gerade im juristischen Umfeld, zur aktuellen Urheberrechtsdebatte geäußert. Vor kurzem erst machten 51 Drehbuchautoren von sich reden, als sie in einem offenen Brief, sagen wir mal, etwas fragwürdige Positionen vertragen (de lege lata berichtete). Mit so einigen bekannten Namen unter dem kurzen und, auf den ersten Blick, nicht so von Fehlern strotzenden Aufruf wie der Brief der Drehbuchautoren geht die anhaltende Debatte damit, einmal mehr, in die nächste Runde. Die Kollegen Stadler und Vetter hatten bereits ihrer Meinung Ausdruck verliehen, Christoph Nebgen antwortete. Zweimal. Und auch Thomas Stadler war sich nicht zu schade, nochmal nachzulegen. Im Online-Angebot einer der großen Tageszeitungen findet man auch den ein oder anderen Artikel zum Thema. Und derweil organisiert sich im Netz ein Gegenaufruf. Da stellt sich mir letztlich die große Frage: Um was streiten diese beiden Gruppierungen eigentlich? Wollen die einen wirklich, dass niemand mehr für Kulturwerke bezahlen muss? Wollen die anderen wirklich, dass man am besten für jedes Ansehen/Anhören/Lesen eines Kulturwerkes noch gesondert zahlen muss? Und wer sind diese jeweiligen Gruppen? Sind die eigentlichen Kunstschaffenden und die Verlage/Verwerter/Rechteinhaber wirklich eine so homogene Gruppe? Sind die Internetanwender alles gewerbliche Filesharer, die den Musikern, Filmemachern und anderen Künstlern größtmöglichen Schaden zufügen wollen? Der Ausgangspunkt Der Eigentumsbegriff, sei es nun das Sacheigentum oder das Immaterialgüterrecht beherrscht die Debatte wie kein zweiter. Wie schon RA Nebgen schreibt, sind letztlich beide Rechte juristische Fiktionen. Was sie qualitativ unterscheidet, ist der Abstraktionsgrad: es fällt nunmal ungleich leichter, sich zu sagen „Dies ist mein Buch. Niemand darf es mir wegnehmen.“ denn „Dieser Gedanke ist meiner ...Zum vollständigen Artikel


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